Montag:
Mittag:
Bärchen war mit dem Auto unterwegs, ich war ein wenig spazieren, als Bärchen
anruft: Das Auto geht nicht mehr aus!!! "Äh ... wie bitte???
Nicht mehr AUS????"
Irgendwas im Zündschloß sei kaputt, auch wenn man den Schlüssel dreht, läuft
der Motor einfach weiter...
Hmmm, eigentlich wollten wir Montag abend nach dem Fußballspiel fahren,
also sollten wir uns schleunigst drum kümmern, daß das Auto wieder läuft
bzw. eben NICHT mehr läuft, zumindest nicht dauerhaft...
Nachmittag:
Zur Opel-Werkstatt im Nachbarort. Dort war ein Monteur, der mich sehr an
McGyver erinnerte, vor allem, als ich das Ergebnis seiner Reparatur später
sah.
Solange der gute Mann am Schrauben war, versuchten wir, an irgendeiner Bank
Geld zu organisieren, aber Bärchen hat nirgendwo Geld bekommen seltsam,
denn ich bekam Geld am Automaten, dabei war mein Konto deutlich weniger
mit Geld bestückt als Bärchens ein Trick der Banken, um Zinseinnahmen
zu erhöhen?!?!
Der Monteur hat es schließlich geschafft, daß das Auto tatsächlich dann
an- und ausging, wenn man das möchte:
Er machte die Verkleidung unter dem Lenkrad ab, zog ein Plastikteil darunter
vor, in das man ein Metallteil stecken und drehen mußte, um den Motor zu
starten.
Wir kamen uns vor wie mit einem gestohlenen Auto: Aufgebrochen, kurzgeschlossen
und ab durch die Mitte!
Aber die Heimfahrt von Bonnie und Clyde konnte also stattfinden.
Abend:
Packen, aufräumen, Fußball gucken... Abfahrt um 21 Uhr!
Nochmal in Spanien getankt, dort stellten wir fest, daß irgendwas unter
dem Auto rumpelt und klappert. Es war nichts zu entdecken, keine losen Teile.
Wir tippten auf die Stoßdämpfer, und mit einem etwas mulmigen Gefühl fuhren
wir los.
***
Dienstag:
Nacht:
Natürlich wurde das Klappern während der Fahrt schlimmer. Zuerst schoben
wir es noch auf den Wind und vermuteten irgendein loses Teil, das durch
den Wind klapperte. Aber es schepperte auch ohne den Wind weiter und beunruhigte
uns sehr. Schließlich machte es PLING!, es schien irgendein Teil
abgesprungen zu sein.
Nachts um drei Uhr hielten wir in Lyons, um ne Taschenlampe zu organisieren,
damit wir mal genauer gucken konnten an der wohl einzigen Raststätte,
die nicht 24 Stunden auf hat!
Bis halb vier standen wir recht ratlos und frustriert rum, bis dann ein
paar Schweizer auftauchten, die sogar ne Taschenlampe dabeihatten. Doch
auch eine Analyse mit Licht ergab nichts.
Einer der Schweizer meinte, wir sollten noch ein wenig warten, es kämen
gleich ihre Kollegen, von denen sei einer Mechaniker. Wow Glück muß man
haben!!! Der nette junge Mann guckte sehr genau (witzig, ihm das mit der
kurzgeschlossenen Zündung zu erklären! Was der wohl gedacht haben mag?!),
diagnostizierte ein kaputtes Radlager und riet von der Weiterfahrt ab.
Hmmm....
Die Schweizer bekamen als Dank für die Mühe ne Flasche spanischen Ÿ, und
zogen mit ihren funktionierenden Japaner-Autos von dannen.
Wir beschlossen, bis zum Morgen zu schlafen, um dann mit der Werkstatt zu
telephonieren. Also Sitze zurückgestellt und langgemacht. Auf seiner Seite
stopfte Bärchen ein T-Shirt in die Kuhle zwischen Lehne und Sitzfläche.
Er fragte mich, ob "ich auch was für die Ritze da unten" wolle da wurde ich knallrot und meinte, lieber nicht; schließlich könnte da am
Parkplatz ja jeder zugucken...
So gab es trotz der mehr als beschissenen Lage noch ein lautes Gelächter
nachts um 5 Uhr in Lyons...
Morgens:
Um 8 Uhr rief Bärchen die Werkstatt an zwecks Ferndiagnose.
Irgendwie haben wir schon geahnt, daß das Problem ein ganz einfaches ist:
Vor ein paar Wochen war die Ölwanne des Autos nach einem Unfall ausgewechselt
worden. Dabei hat die Werkstatt irgendeinen Stabilisator nicht richtig festgeschraubt.
Ich kenn mich da ja auch nicht so aus Ergebnis war nur, daß das
Klappern zwar nicht sehr dekorativ, aber harmlos ist und wir durchaus weiterfahren
können.
Nachdem wir uns nen Kaffee ins Gesicht geschmissen hatten, machen wir das auch aber denkt bloß nicht, daß das dann einfach so problemlos weiterging!