Towandas Top Ten der Werbeindustrie ...
...begannen im März 2001, weil ich der Flut wirrer Werbungen einfach
nicht mehr Herr wurde. Schon die letzten Texte über TV-Spots vereinigten
mehrere Filme, weil ich mich nicht für den ekligsten von allen entscheiden
konnte.
Es kam eine Phase, in der ich fast wöchentlich eine Werbungskolumne
fabrizieren hätte können, da es mich beim Werbungschauen immer
öfters in den Fingern juckte. Doch das wäre erstens fad zu schreiben
und auf Dauer auch dumm zu lesen gewesen, und drittens hätte ich kaum
mehr Zeit für anderes (und möglicherweise auch Sinnvolleres) gehabt.
Verheimlichen wollte ich Dir, lieber Leser, meine Favoriten der deutschen
TV-Reklame jedoch nicht, und so hatte ich beschlossen, eine monatliche Hitliste
meiner Lieblingsfilme inclusive kleiner Kommentare hier zu veröffentlichen.
April 2001 Mai 2001 Juni 2001 August
2001
Nachtrag im Mai 2003:
Nach einigen Monaten Werbe-TopTen habe ich diese Rubrik eingestellt.
Aus verschiedenen Gründen (aber definitiv nicht aus dem Grund, weil
die Werbespots nach dem August 2001 besser wurden...)
Erst kamen Prüfungen, dann ein Umzug und schließlich
die Diplomarbeit, die mich vom Schreiben und Lästern abhielten. Mit
dem Umzug änderten sich auch meine "architektonischen Begebenheiten",
d. h. der Fernseher steht in einem anderen Raum als der PC.
Ich hätte nicht gedacht, daß dies mein Schreiben so verändern
würde. Doch es macht einen Unterschied, ob ich vom TV beschallt werde
und gleich an der Tastatur loslästern kann oder ob ich mir am TV Notizen
für Schmähungen mache (was ich aus Bequemlichkeit dann doch unterlasse
und dann mangels Masse auch nichts am PC schreiben kann).
Faszinierend ist aber, daß fast jeder diese Spots, die ich hier
beschrieben habe, noch im Ohr hat teilweise, weil sie noch gesendet werden,
teilweise, weil sie so bescheuert waren, daß sie einfach haften bleiben.
Und das nach zwei Jahren.
Es bleibt die Hoffnung.
Nicht die auf eine andere Innenarchitektur bei mir, um wieder Top Ten zu
schreiben.
Und auch die auf lästerfreie Werbesendungen.
Sondern darauf, daß das kulturelle Gedächtnis des Menschen abseits
von Almette- und Toffifee-Werbung auch relevantere Dinge speichert.